• Auf dem Busbetriebshof der VHH in Hamburg-Bergedorf wurde Richtfest gefeiert. Hier entsteht eine der ersten Elektrobus-Werkstätten Norddeutschlands.

Wandlung zum elektromobilen ÖPNV Dienstleister wird sichtbar

2018-11-08T16:05:24+00:0013.11.2017|Kategorien: Pressemeldungen|Tags: |

Auf dem Busbetriebshof der VHH in Hamburg-Bergedorf wurde Richtfest gefeiert. Hier entsteht eine der ersten Elektrobus-Werkstätten Norddeutschlands. Damit nimmt ein wichtiger Teil der neuen VHH-Infrastruktur, die zum Betrieb einer umweltfreundlichen E-Bus-Flotte Voraussetzung ist, Gestalt an.


 

Infrastruktur für die Zukunft

Mindestens ebenso wichtig wie moderne, emissionsfreie und leise E-Busse ist die zu ihrem Betrieb notwendige Infrastruktur. Die Umstellung einer kompletten Busflotte auf umweltfreundliche Elektromobilität in Hamburg greift vielfältig in ein Busunternehmen ein. Neben den geeigneten Bussen steht dabei die notwendige Infrastruktur im zentralen Fokus. Dazu gehören unter anderem neue Werkstätten, aber auch geänderte Anforderungen an geschultes Fahrpersonal, ein intelligentes Betriebsleitsystem, eine tiefgreifende Digitalisierung und nicht zuletzt ein smartes Lademanagement.

Auf dem Busbetriebshof der VHH in Hamburg-Bergedorf nimmt diese Infrastruktur nun zunehmend Gestalt an. Zusammen mit dem Bezirksamtsleiter von Hamburg-Bergedorf, Arne Dornquast, weiteren Gästen und VHH-Mitarbeiter*innen beging VHH-Geschäftsführer Jan Görnemann sichtlich stolz das Richtfest für eine ganz auf die Belange von E-Bussen ausgelegte Werkstatt.

 

Investition in Höhe von 10 Millionen Euro

Gut 10 Millionen Euro investiert die VHH am Standort Bergedorf für die Infrastruktur, die für E-Mobilität notwendig ist. Zur Ausstattung der neuen Werkstatt gehört eine elektrische Prüfausrüstung ebenso, wie Dacharbeitsplätze und Kranbahnen, da viele der elektrischen Komponenten bei E-Bussen auf dem Fahrzeugdach verbaut sind. Der rund 2.700 qm große und gut 10 m hohe Hallenneubau wird fünf Busspuren aufweisen. Diese können doppelt belegt werden, also entweder mit zwei 12 Meter langen Standardbussen oder mit einem 18 Meter langen Gelenkbus. Gearbeitet wird dort an ergonomischen Arbeitsplätzen. Die Beleuchtung ist energiesparend in LED-Technik ausgelegt.

Parallel laufen auf dem Busbetriebshof auch die Arbeiten zur Installation der Ladeinfrastruktur. Über eine redundant ausgelegte Ringleitung, eine Trafostation und mehrere Wallboxen können E-Busse, im ersten Step fünf Solo- und fünf Gelenkwagen, dort ab Anfang 2018 mit Strom aus regenerativem Ursprung versorgt werden – schlussendlich werden es 137 Busse sein.

„Wir haben uns dabei ganz bewusst für eine Ladung per Combo2-Stecker entschieden. Zum einen installieren wir damit eine sehr betriebssichere und einfach zu handhabende Lademöglichkeit. Zum anderen, und das ist noch wichtiger, nutzen wir damit eine normierte, herstellerunabhängige Ladeinfrastruktur. So begeben wir uns so nicht in Abhängigkeiten und können flexibel agieren“, erklärt Jan Görnemann, Geschäftsführer der VHH, seine Strategie.

 

Fördermittel für ein Pilotprojekt

Unterstützung gibt es auch vom Bundesverkehrsministerium, das Fördermittel in Höhe von insgesamt 8,6 Millionen Euro für ein Pilotprojekt bewilligt hat. Mit diesem soll erstmals ein Konzept zur systematischen Umsetzung von Ladeinfrastruktur für komplette Busbetriebshöfe erarbeitet werden. 1,8 Millionen Euro davon fließen an die VHH für die Ausrüstung des Betriebshofs in Bergedorf. Die Hamburger Hochbahn AG bekommt 6,4 Millionen für die Umrüstung des Busbetriebshofs Gleisdreieck und die Helmut-Schmidt-Universität erhält 400.000 Euro für die wissenschaftliche Begleitforschung.

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