Mobilität der Zukunft

Mobilität der Zukunft2018-07-19T13:19:36+00:00

On-Demand-Verkehre, E-Mobilität und automatisiertes Fahren

Die drei Buchstaben ITS sind derzeit in aller Munde, wenn es um die Mobilität der Zukunft geht. Die Abkürzung ITS steht für „Intelligent Transport Systems“ – zu Deutsch: Intelligente Verkehrssysteme. Unter diesem Fachbegriff werden innovative Technologien zusammengefasst, die die Mobilität effizienter, sicherer und komfortabler machen sollen.

Für die Stadt Hamburg hat der Fachbergriff eine besondere Bedeutung: Die Elbmetropole ist Ausrichter des ITS-Weltkongresses, den der europäische Industrie- und Interessenverband ERTICO vom 11. bis 15. Oktober 2021 unter dem Motto „Experience Future Mobility Now“ im Congress Center Hamburg (CCH) und in den Messehallen veranstaltet. Der Hamburger Senat hat außerdem vor zwei Jahren eine ITS-Strategie auf den Weg gebracht – und treibt diese mit Hochdruck voran. Rund 30 Projekte gibt es zum Thema. Darunter sind auch einige zukunftsweisende Mobilitätsangebote, die den Öffentlichen Personennahverkehr revolutionieren könnten. Einige dieser Projekte sind bereits in die Testphase gestartet. Und die VHH ist als einer der Projektpartner mit von der Partie.

Elektrobusse in Hamburg

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) geht einen großen Schritt in Richtung Zukunft: Ab 2020 wird Norddeutschlands zweitgrößtes Busunternehmen, zumindest für das Hamburger Gebiet, ausschließlich E-Busse beschaffen. Ab 2030 soll in Hamburg die Umstellung auf Elektromobilität abgeschlossen sein.

Im Jahr 2016 besiegelten die Städte Hamburg und Berlin, mit ihren Verkehrsunternehmen Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Hamburger Hochbahn AG und VHH, die politische „Beschaffungsinitiative E-Bus“ zur Beschaffung von emissionsfreien Linienbussen im öffentlichen Nahverkehr. Mittlerweile sind weitere zwölf Verkehrsunternehmen aus deutschen Großstädten der Initiative beigetreten, darunter Bremen (BSAG), Halle (HAVAG), Darmstadt (HEAG), Kiel (KVG), Düsseldorf (Rheinbahn), Offenbach (SOH), Stuttgart (SSB), Lübeck (SVHL), München (MVG), Nürnberg (VAG), Köln (KVG) Frankfurt am Main (ICB FFM) und Wuppertal (WSW). Im November 2017 erfolgte die Umbenennung in „Initiative Elektrobus“.

Die „Initiative Elektrobus“ verfolgt seither das Ziel, die Kommunikation zwischen den Verkehrsunternehmen und beteiligten Partnern zu fördern. Die Einbeziehung von Fahrzeug- und Ladeinfrastrukturherstellern, Ländern, Städten, Kommunen und Verbänden soll dabei den Wissenstransfer unterstützen. Zudem positioniert sich die Initiative als innovative, meinungsbildende und -führende Gemeinschaft. Betriebsrelevante Fragen, Lösungswege und Lastenhefte werden diskutiert, Informationen und Erfahrungswerte ausgetauscht. Dadurch wird die Grundlage für einen gemeinsamen Weg der Branche geschaffen und das Ziel der Etablierung von gemeinsamen Standards forciert. Die „Initiative Elektrobus“ stellt keine Einkaufsgemeinschaft dar. Die Ausschreibungen der einzelnen Unternehmen erfolgen rechtlich gesehen unabhängig voneinander.

ioki – On-Demand Shuttle

Das „ioki Hamburg“-Shuttle, das im Rahmen der Smart City-Partnerschaft mit der Stadt Hamburg entwickelt wurde, ist ein öffentliches Verkehrsmittel im Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Es kommt ohne festen Fahrplan oder Linien aus und ist vollständig in den HVV-Tarif integriert. Die Mitfahrt ist mit allen HVV-Fahrkarten möglich, so dass den Nutzern keine Mehrkosten entstehen. Fahrgäste mit ähnlichen Routen werden mit Hilfe eines Algorithmus automatisch zu Fahrgemeinschaften gebündelt und gemeinsam befördert.

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) bringt das  Angebot zusammen mit ioki, dem Geschäftszweig der Deutschen Bahn für intelligente On-Demand-Mobilität, auf Hamburgs Straßen. Der Service ist über die „ioki Hamburg App“ seit Juli 2018 buchbar.

mySMARTLife

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) fungiert als Partner in einem sogenannten „Smart Cities and Communities lighthouse project“. Hierbei handelt es sich um ein europäisches Förderprojekt zum Thema intelligente Städte und Gemeinden. Wegen seiner wegweisenden Wirkung werden diese Projekte auch als „Leuchtturmprojekte“ bezeichnet.

Das Projekt mySMARTLife leitet die Transformation zur „Smart City“ ein. Es geht dabei um erneuerbare Energien, eine umweltfreundliche und klimaschonende Mobilität, sowie eine umfassende Bürgerbeteiligung bei gleichzeitigem Einsatz intelligenter (smarter) technologischer Lösungen.

Second Life Energiespeicher

Das Projekt Second Life Energiespeicher ist Teil der Mobilitätspartnerschaft zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Volkswagen Konzern. Im Rahmen des Projektes soll untersucht werden, ob man Batterien aus Elektrobussen als Energiespeicher auf dem Betriebshof für Ladestationen nutzen kann. Das Ziel des Projektes, an dem die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) und MAN Truck & Bus beteiligt sind, ist ein nachhaltiger Umgang mit Batterien und eine Stabilisierung der Stromnachfrage beim Laden von Elektrobussen.

Der Prototyp des stationären Speichers nimmt in Hamburg-Bergedorf seinen Dienst auf. Eingesetzt werden hierbei aus der Fahrzeugerprobung stammende, gebrauchte Batterien mit Zellen der Art, wie sie auch in den Elektrobussen von MAN zum Einsatz kommen werden.

TaBuLa – Autonomes Fahren

Vor den Toren Hamburgs, im Kreis Herzogtum Lauenburg geht man mit dem Aufbau eines Testzentrums für automatisiert verkehrende Busse (TaBuLa) einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft. Die VHH ist als Betreiber der Fahrzeuge an dem Projekt beteiligt. Weitere Partner sind die Technische Universität Hamburg (TUHH) sowie der Kreis Herzogtum Lauenburg.

Anfang 2019 fällt der Startschuss zur Ausbauphase 1, während der der automatisiert fahrende Kleinbus zwischen dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und dem Rathaus in der Oberstadt verkehren soll. In der anschließenden zweiten Ausbaustufe wird die rund 300 Meter lange Strecke ausgeweitet. In der dritten und abschließenden Ausbauphase soll der automatisiert fahrende Kleinbus dann auf einem Teilstück der bestehenden VHH-Linie 338 zum Einsatz kommen und vom ZOB in die Unterstadt sowie wieder zurück verkehren. Dies ist ein Test unter anspruchsvollen Bedingungen, da sich die Strecke durch viele enge Straßen, starke Steigungen und Gefälle auszeichnet.

Gleichzeitig zur sukzessiven Erweiterung der Strecke soll auch das Fahrzeug in verschiedenen Entwicklungsstufen betrieben werden. Nach einem Probebetrieb ohne Fahrgäste erfolgt der automatisierte Betrieb mit Fahrgästen und Begleitung. Angestrebt wird in einer zweiten Phase der autonome Betrieb mit Fahrgästen ohne Begleitung.

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