Fragen zum Fahrdienst

Fragen zum Fahrdienst 2018-05-29T15:44:49+00:00

Häufig gestellte Fragen zur Arbeit als Busfahrer*in bei der VHH

Die regelmäßige tarifliche Arbeitszeit im Fahrdienst beträgt im Monat 169,5 Stunden. Die Dienste können zwischen 6 und 11 Stunden lang sein. Alle Stunden darüber hinaus werden von der VHH als Überstunden mit Zuschlag bezahlt. Zusätzlich gibt es Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit und für Arbeit an freien Tagen.

Unsere Busfahrer*innen arbeiten im Schichtdienst, denn die Fahrgäste möchten an 365 Tagen im Jahr und zu jeder Zeit ihr Ziel erreichen. Daher ist die Arbeit am Wochenende und an Feiertagen bei der VHH nichts Außergewöhnliches. Es gibt unterschiedliche Rhythmen von freien Tagen und Arbeitstagen. Dadurch kommt es dazu, dass unsere Fahrer*innen in regelmäßigen Abständen auch am Wochenende frei haben.

Es gibt bei der VHH für Mitarbeiter*innen im Fahrdienst rechtzeitig einen Jahresfreizeitplan. Den persönlichen Freizeit- und Urlaubsplan erhält man bereits zum Jahresende. So hat man frühzeitig einen Überblick über die freien Tage und Arbeitstage. Zum Ende eines Monats erhält man außerdem den Dienstplan für den Folgemonat. Sollte mal ein privater Termin kurzfristig dazwischenkommen, gibt es auch die Möglichkeit einen Dienst zu tauschen – wenn dies betrieblich möglich ist.

Die Urlaubsplanung für das Folgejahr wird im Zeitraum Oktober und November gemacht. Die Regel besagt, dass Mitarbeiter*innen max. 3 Wochen in den Sommerferien einplanen dürfen. Ob diese auch gewährt werden können, liegt an den unterschiedlichen Urlaubregelungen.

Busfahrer*innen bei der VHH fahren meist während einer Schicht auf verschieden Linien. Dadurch werden Abläufe optimiert und Leerfahrten vermieden. Natürlich ist dies auch vorteilhaft für die Fahrer*innen, denn sie kennen verschiedene Strecken und haben somit mehr Abwechslung.

Die Busse werden den verschiedenen Schichten zugeteilt. Somit fährt man täglich einen anderen Bus. Aber keine Sorge: In allen Bussen der VHH (auch von verschiedenen Herstellern) sind die Bedienelemente gleich angeordnet bzw. gestaltet.

  • Türchip für den Schlüsselanhänger: Mit dem Chip meldet man sich für die Schicht an und erhält Zugang zu den Betriebsräumen.
  • Speichermodul: Auf dem Modul sind die Daten für die Benutzung des Bordcomputers im Bus gespeichert.
  • Toilettenschlüssel: Der Schlüssel passt für alle betrieblichen Toiletten auf den Strecken entlang der Buslinien.
  • Geldwechsler: Hier wird das Wechselgeld aus den Fahrkartenverkäufen aufbewahrt.
  • Linienverzeichnisse und Fahrplanbücher
  • Fahrerhandbuch: Das Handbuch enthält viele wichtige Informationen zu den Bussen und dem Fahrscheindrucker.

Zunächst beginnt der Dienst für Busfahrer*innen auf dem Betriebshof. Im sogenannten „I-Punkt“ (Fahrerinformationsraum) können sie sich ganz einfach mit einem kleinen Chip, der an den Schlüsselanhänger passt, am Computer anmelden. Dort drucken sie sich den aktuellen Dienstplan aus, der Informationen enthält zum Fahrzeug (interne Fahrzeugnummer und Kfz-Zeichen), Standort des Busses auf dem Betriebshof, Dienstbeginn und -ende, alle Fahrten mit Angabe der Linien, Abfahrtszeiten sowie Start- und Endpunkt der Fahrten.

Nachdem die Busfahrer*innen ihren Geldwechsler und das Speichermodul aus ihrem Schließfach geholt haben, gehen sie zu dem zugeteilten Fahrzeug. Hier muss zunächst eine Fahrzeugkontrolle durchgeführt werden. Dazu gehört eine Sichtkontrolle über mögliche Schäden am Fahrzeug, eine Überprüfung des Innenraums auf Sauberkeit, Fundsachen und Mängel, die Einstellung des Fahrerarbeitsplatzes (Cockpit, Spiegel, etc.) und die Anmeldung am Bordcomputer mit Hilfe des Speichermoduls.

Dann kann es losgehen. Während der Linienfahrt zählen auch der Fahrkartenverkauf sowie die Kundenberatung und -betreuung mit zu den Aufgaben als Busfahrer*in. Am Ende der Schicht geht es zurück zum Busbetriebshof. Nachdem der Bus geparkt wurde, muss er noch angeschlossen werden. Zum einen wird er an die Stromleitung angeschlossen. Über diese wird eine Zusatzheizung aktiviert. Der Bus ist damit für die nächste Tour schon vorgeheizt und die Scheiben können im Winter nicht zufrieren. Zum anderen wird der Bus an die Luftleitung angeschlossen, damit auch die Türen im Stillstand funktionieren, da diese hydraulisch gesteuert werden.

Zunächst freuen wir uns über eine aussagekräftige schriftliche Bewerbung über die Kontaktmöglichkeit unter der passenden Stellenausschreibung auf unserer Website. Wenn Bewerber*innen unser Interesse geweckt haben, möchten wir sie natürlich noch persönlich kennenlernen. Dazu laden wir sie zu einem Vorstellungsgespräch bei der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) ein.

Bei diesem Gespräch sind Betriebsleiter*innen, die späteren direkten Vorgesetzten, sowie ein Mitglied des Betriebsrates anwesend. Zusätzlich werden auch Busfahrer*innen und Mitarbeiter*innen aus der Leitstelle am Gespräch teilnehmen. Bewerber*innen haben bei diesem Termin auch die Möglichkeit, selbst Fragen zur VHH zu stellen und weitere Informationen zur Arbeit im Fahrdienst zu erhalten.

Die Ausbildung für den Fahrdienst bei der VHH

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Bewerbungsverfahrens beginnt die Ausbildung in der VHH-Fahrschule. Hier durchlaufen alle neuen Mitarbeiter*innen zusammen den Theorieunterricht für den Fahrdienst. Später kommen dann noch die praktischen Fahrstunden hinzu. Der Stundenrahmen liegt hier zwischen 22 und 100 Stunden. Wie viele Stunden man genau leisten muss, richtet sich dabei nach dem Führerschein, den man besitzt. Die Fahrstunden werden in und rund um Hamburg stattfinden. So lernt man gleichzeitig auch das Bedienungsgebiet der VHH gut kennen.

Seit dem 10.09.2008 verpflichtet das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKFrQG) zu einer zusätzlichen Grundausbildung. Diese findet gesondert zu der Fahrschule statt und beinhaltet nochmals 140 Unterrichtsstunden und 10 praktische Fahrstunden.

Hier werden u. a.  folgende Themen bearbeitet:

  • Grundlagen und Sicherheitsregeln beim Fahrverhalten

  • Anwendungen von Vorschriften (Lenkzeiten, Rechte und Pflichten von Berufskraftfahrern)

  • Verkehrs- und Umweltsicherheit und Gesundheit

Wissenswertes zur Ausbildung als Busfahrer*in

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