Unsere VHH-Busse kommen regelmäßig in die Waschanlage, das ist klar. Aber eine Haltestelle kann man nicht einfach in die Waschstraße stecken. Das ist dann ein Fall für unser Team vom VHH-Haltestellenservice. Denn auch Bushaltestellen müssen ab und an gewartet und gepflegt werden. Ob Haltestellenmasten oder Fahrplankästen – unser spezielles Service-Team ist immer dann zur Stelle, wenn dort etwas ausgetauscht werden muss. Hier im Blog geben wir einen kleinen Einblick in die Aufgaben der Kollegen…


 

Rund 3.500 Haltestellenmasten wollen gepflegt werden

Das Liniennetz der VHH umfasst 152 Buslinien innerhalb des HVV. Diese Buslinien halten an rund 1.800 Haltestellen mit geschätzten 3.500 Haltestellenmasten. Die sind ein Stück weit Visitenkarte eines Verkehrsbetriebs und werden deshalb vom Haltestellenservice der VHH regelmäßig betreut. Andreas Voelker ist mit seinem Team für die Haltestellen im östlichen Verkehrsnetz der VHH zuständig. Die Kollegen tauschen beschädigte, veraltete, beschmierte oder ausgeblichene Schilder aus, wechseln Fahrplanaushangkästen und setzen neue Masten.

Manchmal kommt es auch vor, dass das Team des Haltestellenservice sich auch um die Aktualisierung der Fahrplanaushänge kümmert. In der Hauptsache übernehmen das aber die Verkehrsmeister der VHH.  Andreas Voelker erklärt: „Wir sind vor allem dann gefragt, wenn die Kästen, in denen die Aushänge stecken, beschädigt sind. Wir reparieren aber nicht nur. Wenn eine neue Buslinie eingerichtet wird oder ein Linienweg verändert wird, stellen wir die großen Masten mit unserem Kranwagen auf.“

 

Manchmal kümmert sich das Team des Haltestellenservice auch um die Aktualisierung der Fahrplanaushänge

Manchmal kümmert sich das Team des Haltestellenservice auch um die Aktualisierung der Fahrplanaushänge

 

Immer auf dem neuesten Stand

Von den Fachabteilungen bei der VHH erfährt der Haltestellenservice, wo neue Haltestellenmasten aufgestellt werden müssen. Auch wie die neuen Haltestellen heißen, in welcher Tarifzone sie stehen und welche Linien dort fahren, muss das Service-Team erfahren. „Unsere Haltestellen bestehen zum großen Teil aus einem vereinheitlichten Einschubsystem,“ berichtet Andreas. „Das erleichtert unsere Arbeit. Denn an einen Mast gehört ein Einschub für das grün-gelbe ‚H‘, ein Einschub für den Haltestellennamen und einer für die Tarifzonen. Abhängig von der Zahl der Linien, die an diesem Mast halten, kommen weitere Einschübe für die Liniennummern und Streckenverläufe dazu.“

Die Schilder für die Haltestellenmasten stellt das Service-Team mit einem Schneideplotter bei der VHH selbst her. Bereits in der Werkstatt werden die Schildersätze richtig zusammengestellt, um sie dann vor Ort am Mast zu montieren. Das Gute an diesem System: Kommt später eine Linie dazu oder ändert sich ein Haltestellenname, muss nicht das ganze Schild, sondern nur der betreffende Einschub getauscht werden.

 

Wenn eine neue Buslinie eingerichtet wird oder ein Linienweg verändert wird, stellt der VHH-Haltestellenservice die Haltemasten mit einem Kranwagen auf

Wenn eine neue Buslinie eingerichtet wird oder ein Linienweg verändert wird, stellt der VHH-Haltestellenservice die Haltemasten mit einem Kranwagen auf

 

Haltestelle, wechsle dich

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Haltestellen neu aufgestellt oder umgebaut werden, zum Beispiel in den Sommermonaten. Dann wird an den Straßen in und um Hamburg überall gebaut. Dabei werden viele Haltestellen verlegt. Der Haltestellenservice rückt dann aus und sammelt die nicht mehr bedienten Haltestellen ein. Nach Vorgabe durch die VHH-Verkehrsmeister werden Ersatzhaltestellen aufgestellt. Intern werden diese als „V-Mast“ bezeichnet.

Nach Beendigung der Bauarbeiten fährt das Service-Team der VHH erneut los. Die Kollegen sammeln dann den V-Mast ein und stellen die Original-Haltestelle wieder auf. Diese wurde in der Zwischenzeit gleich „renoviert“ und ist dann wie neu. Wenn Bushaltestellen durch die Busbeschleunigung komplett überarbeitet werden, etwa wenn sie mit neuem Wartehaus, Sonderbord und Blindenleitstreifen ausgestattet sind, dann wird auch mal ein ganz neuer Haltemast aufgestellt.

 

Ob Sonne, Regen oder Schnee: Der VHH-Haltestellenservice ist immer im Einsatz

Ob Sonne, Regen oder Schnee: Der VHH-Haltestellenservice ist immer im Einsatz

 

Einsatz bei jedem Wetter

Die Arbeit im Haltestellenservice der VHH macht Spaß, ist aber auch eine Herausforderung. Die Kollegen sind bei fast jedem Wind und Wetter draußen, um sich um die Haltestellenmasten zu kümmern. „Am Deich in den Vier- und Marschlanden ist das noch ganz nett. In der Stadt, an der Hauptstraße, bei 30 Grad in der Sonne ist das dann aber ein anderer Schnack“, erzählt Andreas. „Aber wir wollen gar nicht meckern. Die LKW- und Autofahrer nehmen schon Rücksicht auf uns und auch unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Fahrdienst sind uns nicht böse, wenn wir mit dem Montagewagen in den Haltestellen stehen und den Betrieb kurzzeitig behindern müssen.“

Besonders anspruchsvoll ist die Hochsaison im Dezember. Dann ist HVV-Fahrplanwechsel und die Wochen davor sind im Grunde die Hauptsaison des VHH-Haltestellenservice. Stehen viele Linienänderungen an, gibt es für die Kollegen eine Menge zu tun. „Da ist es dann schon sehr hilfreich, wenn in dieser Zeit kein Frost ist, weil wir sonst kein Loch für den Betonsockel gegraben kriegen, oder die Schilder in den Einschüben festgefroren sind,“ berichtet Andreas.

Übrigens: Neben der Montage der Haltemasten kümmert sich das Service-Team auch um die Pflege der Haltestellen. Wenn Zeit ist, dann fahren die Kollegen los und waschen die Haltestellen. Dafür haben sie Bürsten und einen Wassertank auf dem Arbeitsfahrzeug. An einem „Waschtag“ können so bis zu 25 Haltestellenmasten gereinigt werden. Manchmal ist die Arbeit nicht leicht, denn bei der Pflege haben die Kollegen neben Moos und klebrigen Rückständen von Bäumen in erster Linie auch mit mutwilligen Zerstörungen zu kämpfen. Beschädigte Fahrplankästen, beschmierte Masten, aber auch Aufkleber auf Masten und DFI-Anzeigern beschäftigen die Service-Mitarbeiter permanent.