TaBuLa – Autonomes Fahren

TaBuLa – Autonomes Fahren 2018-05-29T17:24:59+00:00

Automatisiert verkehrende Busse im Kreis Herzogtum Lauenburg

In Lauenburg/ Elbe im Kreis Herzogtum Lauenburg wird unter Beteiligung der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) ein Testzentrum für automatisiert verkehrende Busse aufgebaut. Die Stadt soll als Beispiel für andere Kleinstädte in ländlich geprägten Räumen dienen, indem hier Erfahrungen zu automatisiert, vernetzt und autonom verkehrenden Fahrzeugen gesammelt werden.

Die geografischen Bedingungen in Lauenburg/ Elbe stellen den öffentlichen Nahverkehr vor besondere Herausforderungen. In der historischen Altstadt finden sich unregelmäßiges Pflaster, enge Straßen mit viel Verkehr und steile Fahrwege. Eine Verkehrslösung für die Anwohner, aber auch für Besucher der Stadt wird benötigt, die mit diesen lokalen Gegebenheiten zurechtkommt. Die Anforderungen für die hier zum Einsatz kommenden Fahrzeuge und die eingesetzte Technik sind hoch – eine anspruchsvolle Aufgabe für Fahrzeug- und Systemhersteller.

Das TaBuLa-Projekt

Im Rahmen des Projektes TaBuLa soll in Lauenburg/ Elbe eine Testumgebung für den Einsatz von automatisierten und vernetzten Fahrzeugen im öffentlichen Nahverkehr entstehen. Auf einer Teststrecke sollen unter realen Bedingungen autonome Busverkehre fahren, wobei auch die Interaktion mit potenziellen Fahrgästen und anderen Verkehrsteilnehmer*innen eine wichtige Rolle spielt. Die Fahrzeuge von TaBula fahren deshalb nicht auf einem abgegrenzten Gelände, sondern im täglichen Straßenverkehr.

Das ist neu, denn in der bisherigen Forschung und in Praxistests von automatisiert, vernetzt oder autonom verkehrenden Fahrzeugen spielte der öffentliche Nahverkehr keine große Rolle. Auch Erfahrungen aus dem Einsatz im täglichen Betrieb im Straßenverkehr mit Fahrgästen gibt es bisher nicht.

Um dies zu ändern hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ein Forschungsprogramm initiiert. Ziel des Programms ist es, sogenanntes autonomes Fahren soweit zu erforschen, dass der Regelbetrieb im Alltag stattfinden kann. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich TaBuLa auf die notwendige Organisation des Straßenverkehrs, welche autonomes Fahren ermöglichen soll, auf die Kooperation mit notwendigen Partnern, um das Projekt technisch und strukturell umzusetzen, und auf gesellschaftliche Aspekte im Hinblick auf die Öffentlichkeit und die Fahrgäste.

Fahrtweg und Terminplan

Zu Beginn des Projektes soll TaBuLa den ZOB und den Fürstengarten in Lauenburg/ Elbe verbinden. Wenn das Projekt fortschreitet soll die Route um einen Abschnitt der Bundesstraße B 5 / B 209 Berliner Straße erweitert werden. Als letzte Projektstufe soll die Ringlinie um die Unterstadt von Lauenburg/ Elbe ergänzt werden. Damit sind dann die Altstadt und die Oberstadt durch die TaBuLa-Fahrzeuge erschlossen.

Projektlaufzeit: 01.01.2018 bis 30.06.2020

1. Jahreshälfte 2019

Testdurchführung Phase 0, ohne Fahrgäste, mit Begleiter*in

2. Jahreshälfte 2019

Testdurchführung Phase 1, mit Fahrgästen, mit Begleiter*in

1. Jahreshälfte 2020

Testdurchführung Phase 2, mit Fahrgästen, ohne Begleiter*in

Ein Projekt der VHH und weiterer Partner

Die VHH betreibt die automatisierten Fahrzeuge des Projekts TaBuLa. Als Aufgabenträger des öffentlichen Nahverkehrs ist zudem der Kreis Herzogtum Lauenburg als Projektpartner eingebunden. Als Projektkoordinator und wissenschaftlicher Partner fungiert das Institut für Verkehrsplanung und Logistik der Technischen Universität Hamburg.

Ermöglicht wird das Projekt durch die Stadt Lauenburg/ Elbe, denn diese stellt ihr Stadtgebiet als Testregion zur Verfügung. Neben dem Kreis agiert die Stadt außerdem als Straßenbaulastträger. Schließlich unterstützt auch das „Büro autoBus“ das Projekt TaBuLa. Das Büro steht als Ansprechpartner für Fragestellungen mit technischem, betrieblichem und organisatorischem Schwerpunkt zur Verfügung und regt die Vernetzung mit bereits bestehenden Förderprojekten in Norddeutschland an.

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Förderkennziffer: 16 AVZ 2152 A

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