Elektromobilität

Die Zukunft beginnt:

Die VHH setzt immer mehr auf Elektromobilität. Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat das Ziel definiert: Ab dem Jahr 2020 werden nur noch emissionsfreie Fahrzeuge beschafft.

Bereits 2011 setzte die VHH auf Elektromobilität. Den Anfang machte damals ein Dienst-PKW als Ablösefahrzeug. Ihm folgten 2013 weitere Exemplare und die ersten Hybridbusse.

2014 wurde Hamburgs erster akkuelektrisch angetriebener Linienbus in Betrieb genommen. Im Herbst 2016 werden die ersten Gelenkbusse mit dieser klimafreundlichen Antriebstechnik durch Hamburg fahren.


Der Anfang

Im Herbst 2011 wurde im Testbetrieb erstmals ein PKW vom Typ "eSmart" als Ablösefahrzeug im Alltagsbetrieb erprobt. Mit dem konnten sich Busfahrerinnen und Busfahrer entlang der VHH-Strecken ablösen.

Dieses Fahrzeug bewährte sich und so wurden 2013 fünf weitere eSmarts beschafft, die von den Betriebshöfen Bergedorf, Schenefeld, Glinde und Quickborn eingesetzt werden.


Die Hybridbusse kommen

Wenn auch keine reinen Elektrobusse, so sind die ebenfalls 2013 beschafften zehn Standardbusse des Typs Volvo 7900 zumindest ein Zwischenschritt.

Mit ihrem Hybridantrieb fahren die Busse elektrisch an. Ab einer Geschwindigkeit von 17 km/h schaltet sich der Dieselmotor (Euro V) zu. Der Antrieb ist als Parallel-Hybrid ausgeführt.

Beim Bremsen wird Energie gewonnen, die in den Akkus zwischengespeichert wird und zum Anfahren verwendet wird (Rekuperation).

Gefördert wurde diese Anschaffung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.


Hamburgs erste akkuelektrische VHH-Elektrobusse

Im November 2014 läutet die VHH auf der Buslinie 48 die Ära des akkuelektrischen Antriebs ein. Mit einem Midibus des italienischen Herstellers Rampini wird erstmals ein akkuelektrisch angetriebener Linienbus im regulären Busbetrieb eingesetzt.

Der E-Bus schöpft die benötigte Energie aus einem Akkumulator, der sich auf dem Dach des Fahrzeugs befindet. Die Hauptaufgabe des Akkus besteht darin, den wassergekühlten Heckmotor anzutreiben. Darüber hinaus versorgt er einen Kompressor für die Druckluftanlage, eine Pumpe für die Servolenkung, die Klimaanlage und eine Servicebatterie. Letztere ist unter anderem für die Beleuchtung des Busses zuständig.

Auch dieser Bus erzeugt beim Bremsen Strom, der wiederum zum Anfahren in den Akkus gespeichert werden kann. Der Bus hat sich im Linienbetrieb bewährt, so dass ihm im Sommer 2016 ein zweites Fahrzeug auf der Linie 48 folgt.

Zahlen und Fakten

Sitzplätze / Stehplätze / Rollstuhl-Platz 12 / 27 / 1
Höhe x Länge des Busses 3,20 x 7,72 m
Gewicht 12.000 kg
Nennladung 300 Amperestunden
Steigungsbewältigung 22 %
Fahrspannung des Motors 650 Volt
Motorleistung 122 Kilowatt
Höchstgeschwimdigkeit 50 km/h
Verbrauch pro Linienfahrt 3% der Ladung

Der nächste Schritt

Der nächste Schritt zur Elektromobilität ist bereits gemacht: Akkuelektrische Gelenkbusse werden ab 2016 auf der MetroBus-Linie M3 fahren.

Zwei Elektro-Gelenkbusse des Herstellers VanHool sind bestellt und bereits im Bau. Die beiden "Exqui.City 18" werden auf der Linie M3 auf dem Abschnitt Kraftwerk Tiefstack - Stadionstraße eingesetzt.

Geladen werden die Akkus in der Nacht auf dem Betriebshof Schenefeld. Tagsüber werden die Busse über Ladebügel an den Endhaltestellen nachgeladen.

Voraussichtlicher Liefertermin für die Busse ist Herbst 2016.