Für unseren Azubi-Blog bitten wir ehemalige Auszubildende, über ihre Ausbildung bei der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) zu berichten. Im aktuellen Interview erzählt Kai Höppner, wie er mit seiner Ausbildung als Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF) bei der VHH angefangen hat und was bei seinem aktuellen Job als VHH-Gruppenleiter die größten Herausforderungen sind.


 

Kai Höppner im Interview

Der Start bei der VHH als FiF-Azubi

Moin Kai. Wie bist du auf die Idee gekommen, dich bei der VHH als Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF) zu bewerben?

Nach meinem Schulabschluss habe ich erstmal Zivildienst gemacht und am Hamburger Flughafen gearbeitet. Eines Morgens bin ich aufgewacht mit der Idee, ich möchte Busfahrer werden. Damals war ich 24 Jahre alt.

Zunächst wollte ich einfach nur Busfahren – am liebsten bei der VHH. Ich war und bin immer noch erstaunt darüber, wie man als Busfahrer so ein großes Fahrzeug durch die teilweise sehr engen und zugeparkten Straßen lenken kann und unsere Fahrgäste sicher und bequem an ihr Ziel bringt. Ebenso klasse finde ich den Ausblick, wenn man früh morgens mit dem Bus unterwegs ist und man sieht die Sonne über den nebelbehangenen Feldern aufgehen.

 

Du hast dich dann bei der VHH für die FiF-Ausbildung beworben. Wie lief die Ausbildung ab?

Am besten hat mir die Abwechslung während der Ausbildung gefallen, egal ob in der Diensteinteilung, Schadenabteilung, im Kundenservice, in der Leitstelle oder unterwegs mit dem Verkehrsmeister. Nicht so toll fand ich während meiner Ausbildung übrigens die Arbeit im Tachoscheibenkeller in Bergedorf, wo alle Tachoscheiben archiviert werden müssen. Da können sicherlich alle FiFs ein Lied von singen…

Sehr cool war am Anfang übrigens der Kennenlerntag zu Beginn der Ausbildung. Wir waren damals zusammen mit allen Azubis mit mehreren Kanus auf der Alster unterwegs. Das war eine sehr gute Möglichkeit, sich untereinander besser kennenzulernen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

 

Kai startete seine Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb bei der VHH, um Busfahrer zu werden

Kai startete seine Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb bei der VHH, um Busfahrer zu werden

 

Vom Busfahrer zum VHH-Gruppenleiter

Wie ging es nach dem Abschluss der Ausbildung bei dir weiter?

Nach der Ausbildung ging es für mich als Busfahrer auf dem VHH-Betriebshof in Quickborn weiter. Kurze Zeit später habe ich mich auf eine Stelle als Urlaubsvertretung für den Innendienst beworben und erste Erfahrungen im Büro sammeln können. Später wurde ich dann, nachdem unser Disponent in Rente gegangen ist, Diensteinteiler für die Busbetriebshöfe Quickborn und Norderstedt.

Seit knapp über zwei Jahren bin ich nun als Gruppenleiter in Quickborn und Norderstedt für über 200 Busfahrer*innen im Einsatz. Da man ja bekanntlich nie auslernt, habe ich im vergangen Jahr noch eine Ausbildung zum Betriebsleiter nach BOKraft gemacht und diese auch erfolgreich bestanden. Auf diesem Wege nochmal Danke an die VHH für die Unterstützung!

 

Welche Aufgaben beinhaltet dein aktueller Job bei der VHH genau?

Durch meine vorherige Position als Diensteinteiler kenne ich die Wünsche und Sorgen sehr vieler Mitarbeiter*innen. Das hilft mir als Gruppenleiter natürlich sehr, da man individuell auf die Kolleg*innen eingehen kann.

Ich führe in meinem Job vor allem positive und negative Mitarbeitergespräche, führe Abnahmefahrten und Qualitätskontrollen durch, bearbeite Hinweise aus dem Kundenservice, tausche mich über betriebliche Geschehnisse mit den Fachabteilungen aus und unterstütze und vertrete meine Betriebshofleiterin.

 

Häufig am Schreibtisch: Für seinen Job als Gruppenleiter tauschte Kai Höppner das Lenkrad gegen den Arbeitsplatz am Computer

Häufig am Schreibtisch: Für seinen Job als Gruppenleiter tauschte Kai Höppner das Lenkrad gegen den Arbeitsplatz am Computer

 

Die Herausforderungen im Job und Bewerbungstipps

Was gefällt dir an deinem heutigen Job bei der VHH besonders gut und wo sind für dich die größten Herausforderungen?

Besonders gefällt mir die Tatsache, dass ich mit meinen Ideen und Entscheidungen dazu beitragen kann, die VHH nach vorne zu bringen. Aktuell stellt die VHH ja auf Elektromobilität um und die Infrastruktur dafür wird in Norderstedt noch in diesem Jahr errichtet. Damit schaffen wir nicht nur ein attraktives Angebot für unsere Fahrgäste, sondern auch einen zukunftsorientierten Arbeitsplatz für unsere Busfahrer*innen. Ich finde es großartig, ein Teil davon zu sein!

In meinem Job als Gruppenleiter gibt es natürlich auch Herausforderungen, etwa das Thema Mitarbeitergespräche. Es gehört mit zu meinen Aufgaben, Mitarbeiter*innen, die Tag für Tag tolle Leistung für uns und unsere Fahrgäste erbringen, entsprechend Anerkennung und Wertschätzung zukommen zu lassen. Mit Mitarbeiter*innen, die sich nicht an die Spielregeln halten, muss ich aber auch Gespräche führen, um Probleme zu klären. Hier möchte ich jeder Person gerecht werden und natürlich niemanden bevorzugen oder benachteiligen.

 

Welchen Tipp hast du, wenn man sich für eine Ausbildung als FiF bei der VHH bewerben will? Wie kann man sich auf das Bewerbungsgespräch und auf die Ausbildung am besten vorbereiten?

Tatsächlich sollte man sich am besten übers Internet informieren. Auf vhhbus.de findet man unter dem Menüpunkt „Ausbildung“ alle nötigen Informationen. Den potentiellen Bewerber*innen für eine Ausbildungsstelle zur Fachkraft im Fahrbetrieb muss aber klar sein, dass sie nicht automatisch nach der Ausbildung in eine Fachabteilung kommen, sondern zunächst als Busfahrer*in eingesetzt werden. Fleiß und Engagement erhöhen aber die Chancen, um Karriere bei der VHH zu machen. Hätte ich die Wahl, würde ich mich wieder bei der VHH bewerben.

Danke für das Interview!

 

Titelbild: Kai Höppner bespricht sich mit Marvin Böge, dem Werkstattleiter Quickborn/Norderstedt


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Aktuell sucht die VHH wieder Fachkräfte im Fahrbetrieb!