Die VHH blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Der Umsatz erreichte mit 107,2 Millionen Euro das Niveau des Vorjahres. Die Zahl der beförderten Fahrgäste verringerte sich um 5,2 Millionen auf 100,7 Millionen Fahrgäste.


 

Die VHH-Bilanz 2015

Mit einem Kostendeckungsgrad von 89,2 % (2014: 88,8%) erreicht der Mobilitätsdienstleister in der Metropolregion Hamburg sogar einen noch einmal verbesserten Spitzenwert in der Bundesrepublik. Die Zahl der beförderten Fahrgäste ging auf 100,7 Millionen zurück, ausschlaggebend dafür war u.a. der Rückzug der VHH aus dem Stadtverkehr in Neumünster. Das Defizit fiel mit 14,2 Millionen Euro deutlich unter dem Planwert aus. (Vorjahr: 15,0 Millionen Euro)

 

Zahlen und Fakten zur VHH

1.572 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 60 Nationen sorgen auf 154 Buslinien mit 555 Bussen für einen optimierten und an den Kundenbedürfnissen ausgerichteten Busverkehr und legten dabei fast 32 Millionen Kilometer (inkl. Auftragsleistungen und Schienenersatzverkehren) in der Metropolregion Hamburg zurück. Damit liegt der Wert um 926.000 km unter dem des Vorjahres.

Der Verkauf des Stadtverkehrs Neumünster bedingte einen Rückgang in Höhe von rund 1,5 Millionen Fahrplankilometern. Zu Steigerungen führten u.a. umfangreiche Nachbestellungen in Höhe von 320.000 Fahrplankilometern in den Verkehrsverträgen Ahrensburg OD1, Segeberg SE1/2 und Süd-Lauenburg RZ1-3 sowie durch weitere sonstige Aufträge, die im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind.

 

Investitionen der VHH im Jahr 2015

Im Jahr 2015 investierte die VHH rund 15,3 Millionen Euro in neue Busse, inklusive der Fahrzeugkomponenten und der Videoausrüstung. Darüber hinaus wurden zehn Volvo-Hybridfahrzeuge des Baujahres 2013 durch die optimierten Hybridfahrzeuge des Baujahres 2015 ersetzt. Die Anzahl der VHH-Fahrzeuge, die mit umweltfreundlicheren Euro 5- bzw. Euro 6-Motoren ausgestattet sind, ist 2015 weiter gestiegen und betrug 360 Busse.

Alle Neufahrzeuge, die 2015 von den Herstellern EvoBus GmbH, MAN Truck & Bus Deutschland GmbH und Volvo Busse Deutschland GmbH beschafft wurden, erfüllen die strenge Abgasnorm Euro 6. Weitere Investitionen wurden im Rahmen der E-Mobilität für Elektrobusse und für begonnene Maßnahmen zur Einrichtung der Ladeinfrastruktur getätigt. Das gesamte Investitionsvolumen des Berichtsjahres umfasste 16,1 Millionen Euro.

 

Elektrische Fahrzeuge in Hamburg

„In den folgenden Jahren werden wir die Modernisierung der Fahrzeugflotte weiter verfolgen und die weitgehende Umstellung auf elektrisch betriebene Busse vorbereiten“, skizziert Toralf Müller die Zukunft bei der VHH.

„Um ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse beschaffen zu können, haben wir einen Umsetzungsplan entwickelt, der die betrieblichen, technischen und finanziellen Voraussetzungen abbildet sowie eine entsprechende Umsetzungsstrategie entwickelt. Zudem haben wir bereits  dem Umbau der Werkstatt auf dem Betriebshof in Bergedorf begonnen, um dort emissionsfreie Fahrzeuge technisch betreuen zu können“,  führt Toralf Müller weiter aus. Der erste rein batterieelektrische Bus der VHH konnte im Jahr 2015 seine Zuverlässigkeit so beweisen, dass wir 2016 einen weiteren Bus des gleichen Herstellers beschafft haben. Zwei rein batterieelektrisch angetriebene Gelenkbusse werden ab Herbst 2016 auf der MetroBus Linie 3 zum Einsatz kommen.

Um den Einstieg in den bargeldlosen Vertrieb weiter zu forcieren und sich am eTicket des HVV zu beteiligen, hat die VHH gemeinsam mit der Hamburger Hochbahn AG eine Ausschreibung zur Beschaffung eines Prüf- und Verkaufssystems für die Busse veröffentlicht. Mit diesem System soll dem Kunden ein zusätzlicher attraktiver Vertriebsweg geboten werden.

 

Effektiv und vielfältig

„Die VHH ist ein schlanker, effizienter und vor allem wettbewerbsfähiger ÖPNV-Anbieter, der gleichzeitig mit Kreativität einen hohen Qualitätsanspruch verwirklicht“, charakterisiert Toralf Müller die VHH. „Deshalb entscheiden wir Ausschreibungen für uns und setzen uns gegen Wettbewerber durch, deshalb vertrauen uns aber auch die Kommunen und finden in uns einen verlässlichen und kompetenten ÖPNV-Partner“, so Müller weiter.

„Gleichzeitig leben wir soziale Verantwortung und versuchen Vorbild zu sein. Deshalb haben wir bereits 2010 die Charta der Vielfalt unterschrieben, in der wir uns verpflichten ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei ist von Vorurteilen. Alle Mitarbeiter unseres Unternehmens erfahren Wertschätzung, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Alter oder sexueller Orientierung“, hebt Toralf Müller das soziale Engagement der VHH hervor. So hat die VHH für 2015 den Helga-Stödter-Preis für eine ausgewogene Repräsentanz von Frauen und Männern im Management erhalten, ein wichtiger Baustein, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden und auf dem Arbeitsmarkt gut aufgestellt sieht.