Umweltschutz

Wer unsere Busse nutzt, schont die Umwelt. Deshalb ist es unser Ziel, mehr Fahrgäste von unserem Angebot zu überzeugen - der Umwelt zuliebe. Umweltschutz spielt bei der VHH eine sehr große Rolle:

Elektro-Fahrzeuge bei der VHH

E-Bus

Seit dem Herbst 2014 ist auf der Linie 48 in Blankenese ein rein elektrisch betriebener Bus im regulären Linienverkehr im Einsatz. Ebenso wie die "normalen" Diesel-Busse fährt der Elektrobus die 5,2 km lange Strecke in 18 Minuten.

Der E-Bus hat viele Vorteile: Er fährt sehr geräuscharm und völlig emissionsfrei, daher ist er besonders umweltfreundlich. Besonders angenehm für die Fahrgäste ist auch, dass er komplett ruckfrei bremsen und beschleunigen kann. Die Akkus des E-Busses werden dann nachts auf dem VHH-Betriebshof in Schenefeld aufgeladen. Tagsüber finden in den Pausen zwischen den Fahrten kurze Nachladungen am Bahnhofvorplatz in Blankenese statt.

E-Smarts

Rein elektrisch betrieben werden auch die sechs E-Smarts, welche die VHH als Ablösefahrzeuge einsetzt. Die Betriebshöfe Schenefeld und Bergedorf verfügen über je zwei dieser "kleinen Stromer", die Betriebshöfe Glinde und Quickborn sind mit je einem E-Smart ausgestattet. Auch diese Elektrofahrzeuge haben die bemerkenswerte Eigenschaft, dass sie ein besonders ruhiges Fahrverhalten haben und so eine fast geräuschlose Fortbewegung ermöglichen.

E-Bikes

Ebenfalls elektrisch betrieben werden die E-Bikes, die von der VHH im Herbst 2013 angeschafft wurden. Auch diese Elektro-Fahrräder kommen als besonders umweltfreundliche Ablösefahrzeuge zum Einsatz.

Neueste Diesel-(Parallel) Hybrid-Technologie

Im Herbst 2013 hat die VHH zehn sogenannte Diesel-(Parallel) Hybridbusse mit besonders niedrigem Kraftstoffverbrauch beschafft. Gefördert wurde diese Anschaffung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Die Fahrzeuge sind besonders umweltfreundlich, da sie an der Haltestelle elektrisch anfahren - erst ab etwa 17 km/h schaltet sich der abgasarme Dieselmotor dazu. Der Motor entspricht der EURO V / EEV-Norm. Die Hybridbusse sind zudem in der Lage, beim Bremsen Energie zurückzugewinnen, die dann beim Anfahren wieder verwendet wird. Durch diese Technologie kann bis zu 25% Kraftstoff gespart werden.

Rußpartikelfilter und umweltfreundliche Öle

Die Rußpartikelfilter in den Bussen reduzieren den Feinstaubausstoß erheblich. Die Partikel werden mechanisch herausfiltriert und während der Fahrt verbrannt. Feinstaubpartikel in den Dieselabgasen können so teilweise um bis zu 99% reduziert werden.

Die VHH setzt umweltfreundliche Öle ein; diese haben eine lange Lebenserwartung. Zwischen den Ölwechselintervallen erreichen die Busse im Schnitt eine Laufleistung von 90.000 Kilometern.

Abgasstandard EEV

Seit 2007 haben unsere neuen Fahrzeuge den Abgasstandard EEV (Enhanced Environmentally Friendly Vehicles). Er kennzeichnet besonders emissionsarme Dieselfahrzeuge basierend auf BlueTec®-Euro-5-Motoren mit einem zusätzlichen Dieselpartikelfilter.

Im Vergleich: Der Mercedes-Benz EEV-Motor reduziert den Partikelausstoß nochmals von 0,03 auf 0,02 g/KWh  gegenüber einem ohnehin schon partikelarmen Mercedes-Benz Euro-5-Motor. Auch die CO2-Emissionen sinken von 4 auf 3 g/KWh.

Kraftstoffverbrauch

Unsere VHH-Busse haben großräumige Motoren mit Automatikgetriebe, welches kraftstoffoptimiert schaltet, dadurch haben wir einen geringeren Kraftstoffverbrauch. In Schulungsmaßnahmen trainieren unsere FahrdienstmitarbeiterInnen das wirtschaftliche Fahren.

Economymax - Intelligente Motorsteuerung

Begleitet vom TÜV Nord wurde bei der VHH im Mai 2009 die intelligente Motorsteuerung erfolgreich getestet. Inzwischen fahren alle Busse der VHH bis Baujahr 2012 mit der veränderten Motorsteuerung. Dadurch sinkt der Diesel-Verbrauch pro Fahrzeug um ca. 7 % . Außerdem sanken die CO2-Emissionen pro Bus um 8 bis 13 Tonnen. Jeder eingesparte Liter Dieselkraftstoff entlastet die Umwelt um einen CO2 – Ausstoß von 2,61 kg - ein gutes Beispiel dafür, dass Ökologie und Ökonomie oftmals nicht im Widerspruch zueinander stehen.

Umweltschutz rund um den Bus

Beim Theme Umweltschutz setzt die VHH den Fokus nicht nur auf den Antrieb der Busse. Auch in den Bereichen Versorgung und Technik nimmt der Umweltschutz eine wichtige Position ein:

Automatische Messung des Reifendrucks

Der richtige Reifendruck ist nicht nur sicherheitsrelevant. Auch aus Umweltgründen spielt er eine wichtige Rolle, denn er hat Auswirkungen auf den Kraftstoffverbraucht.

Im Jahr 2009 wurde auf den Betriebshöfen Bergedorf und Schenefeld ein wegweisendes Gerät zum Prüfen des Reifendrucks in Betrieb genommen: Eine vollautomatische Reifendruck-Prüfanlage. Wenn der Bus zum Tanken in die Pflegehalle fährt, erfasst ein Sensor im Boden das Gewicht und die Auflagefläche der Reifen. Aus diesen Daten ermittelt die Anlage den Reifendruck jedes einzelnen Pneus. Eine Kamera hält dabei die Betriebsnummer des Busses fest. Die gemessenen Werte werden auf einen Rechner übertragen und vor Ort angezeigt. Der Druck wird von den Mitarbeitern umgehend auf das gewünschte Niveau gebracht. Reifenverschleiß, Treibstoffverbrauch – und damit auch der CO²-Ausstoß der Busse – sinken.

Umweltfreundliche Herstellung und Reparatur

Unsere neuen Busse sind alle mit dem Blauen Engel zertifiziert, das heißt sie sind umweltschonend produziert worden. Außerdem werden bei Unfallreparaturen wasserlösliche Lacke eingesetzt.

Buswäsche mit Regenwasser

Auf den Dächern der Betriebsgebäude niedergehendes Regenwasser wird in großen Tanks gesammelt und sowohl für die Buswäsche als auch für die Toilettenspülungen verwendet. Täglich werden mehrere Tausend Liter Frischwasser eingespart.

Aufbereitung des Wassers

Bei einer Buswäsche werden ca. 250 Liter Wasser verbraucht. Das dabei anfallende Brauchwasser wird nach der Wäsche aufbereitet und erneut verwendet. Der ausgefilterte Schmutz wird gesammelt, in Containern als Feststoff gelagert und schließlich umweltgerecht entsorgt.

Startbereite Busse durch Elektrantensäulen

Die Busabstellplätze auf den Höfen sind mit sogenannten Elektrantensäulen ausgerüstet. Neben der "Vorwärmung" versorgen diese Säulen die Fahrzeuge mit Druckluft und Ladestrom.

Durch die permanente Versorgung mit Druckluft ist ein Hochpumpen der Bremsanlage im Fahrzeug durch den Motor nicht mehr nötig.
Zugleich wird die Zusatzheizung des Wagens etwa 30 Minuten vor Fahrtbeginn vollautomatisch aktiviert. Das gewährleistet, dass der Motor bereits Betriebstemperatur erreicht hat, wenn die Fahrerin oder der Fahrer den Bus aufrüsten und den Motor das erste Mal starten. Die Folge ist ein niedrigerer Verbrauch, weniger Schadstoffausstoß und eine längere Lebensdauer des Busmotors.

Ampel-Beeinflussung

Die Experten sprechen bei der Ampel-Beeinflussung auch von LSA-Beeinflussung (LSA = Lichtsignalanlage). Dieses Instrument gibt es auf vielen Streckenabschnitten des VHH-Fahrtgebietes, in denen die Verkehrsbelastung hoch ist, beispielsweise Osdorfer Born, Ebertallee/Trabrennbahn, Norderstedt oder Pinneberg. Insgesamt werden ca. 150 Ampelstandorte von unseren Bussen beeinflusst.

Es funktioniert in drei Schritten:

  • Der Bus sendet an die Ampel das Signal „In Kürze komme ich!“, wenn er auf dem Weg ist.
  • Der Bus sendet die Hauptanmeldung „Jetzt bin ich da!“, wenn er an der Ampel ankommt.
  • Der Bus sendet die Schlussmeldung „Ich bin durch!“, wenn er durchgefahren ist.

Hierdurch werden die Ampelphasen verkürzt oder verlängert - der Bus kommt so schneller durch.

Man kann aber auch grundsätzlich Ampelschaltungen ändern. Ein Beispiel dafür ist die Stresemannstraße. Im Jahr 2006 wurden an zwei Kreuzungen die Ampelschaltungen geändert. Verkehrsstaus reduzierten sich so stark, dass die Fahrzeit der Busse auf der MetroBus-Linie 3 um eine Minute verkürzt werden konnte. Wir errechneten allein durch diese Maßnahme eine Einsparung von 9.500 Litern Diesel pro Jahr. Die anderen Verkehrsteilnehmer erzeugen natürlich auch weniger Feinstäube aus Abgasen und Bremsabrieb.

Optimierter Fahrzeugeinsatz

Ein rechnergestütztes Leitsystem (RBL) optimiert unsere Fahrzeugdisposition. Alle Fahrzeuge können mit ihren aktuellen Standorten erkannt werden. Die Leerfahrten der Busse werden reduziert. Die Leitstelle erkennt besser und schneller, wann z.B. ein Stau beginnt und kann mit Umleitungen reagieren.