Rund 82.500 Fahrgäste nutzen jährlich die Buslinie 388 in Rissen. Die Zahl zeigt, dass der Quartiersbus von den Menschen im Hamburger Westen angenommen wird und das Angebot der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) ein voller Erfolg ist. Nun steht fest: Der Quartiersbus bleibt als feste Linie im HVV bestehen. Und mehr noch: Das Angebot soll zum kommenden Fahrplanwechsel erweitert werden.


 

Dorfkutsche bald häufiger unterwegs

Der von den Rissener Bürgerinnen und Bürgern liebevoll als „Dorfkutsche“ bezeichnete Quartiersbus wird zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 in Takt, Bedienungszeit und Bedienungsgebiet ausgeweitet. Damit fließen zahlreiche Anregungen und Ideen der Anwohner in das neue Fahrplanangebot mit ein.

So wird künftig ein täglicher Spätbetrieb eingerichtet – auch am Wochenende. Das auf den ÖPNV ausgerichtete Elbe Camp wird nun auch bis zum späten Abend sowie das gesamte Wochenende angefahren, der Rissener Sportverein, zwischenzeitlich mit regelmäßigen Turnkursen im fahrenden Bus bundesweit bekannt geworden, bekommt eine Haltestelle direkt vor der Tür und der am äußersten Stadtrand gelegene Westen des Stadtteils die gewünschte Anbindung. Zusätzlich erhalten die zahlreichen Senioreneinrichtungen am Linienweg eine Verbindung in den Ortskern von Blankenese und die Blankeneser eine Busverbindung in den Rissener Ortskern.

 

Wesentlicher Bestandteil des Hamburg-Takts

Quartiersbuslinien wie die Linie 388 in Rissen sind ein wesentlicher Bestandteil der Angebotsausweitungen im HVV auf dem Weg zum Hamburg-Takt. Sie erschließen gerade in Außenbezirken feinräumig die Stadtteile. So können mehr Bürger*innen mit dem Öffentlichen Personennahverkehr erreicht werden.

 

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Durchschnittlich 300 Fahrgäste am Tag und somit mehr als 80.000 im Jahr nutzen den Quartiersbus der Linie 388 bereits. Das zeigt, dass die Menschen in Rissen ihre „Dorfkutsche“ innerhalb der letzten zwei Jahre adoptiert haben. Die Linie 388 ermöglicht einen guten, flächendeckenden innerörtlichen Zugang zum ÖPNV sowie eine schnelle Anbindung ans Schnellbahnnetz und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende im Hamburger Westen.“

Nora Wolters, Geschäftsführerin der VHH: „Hier in Rissen zeigt sich, dass dem Verkehrsmittel Bus bei der Einführung des Hamburg-Takts eine zentrale Rolle zukommt. Busse lassen sich kurzfristig einsetzen und bei Bedarf anpassen. So haben unsere Verkehrsplaner*innen in das neue Fahrangebot auf der Linie 388 zahlreiche Anregungen der Anwohner*innen einfließen lassen.“

Claus W. Scheide, Vorsitzender des Bürgervereins Rissen und maßgeblicher Förderer des Rissener Quartiersbusses: „Die Entwicklung ging schneller und besser, als wir es zum Start der Buslinie 388 erhofft hatten. Nun werden genau die Bedarfe gedeckt, die wir im Laufe der Testphase gesammelt und dokumentiert hatten.“

 

Zahlreiche Verbesserungen im Hamburger Westen

In der Tat ist die Angebotsausweitung auf der Linie 388 nur eine von zahlreichen Verbesserungen im Hamburger Westen, die die VHH im Zuge der Angebotsoffensive im HVV zum Fahrplanwechsel und im Sinne der Mobilitätswende umsetzt. So erhält unter anderem die Linie 1 auch auf dem westlichen Linienabschnitt in Blankenese und Sülldorf einen Metrobustakt, die Linie 2 wird über Bf Altona bis U/S Berliner Tor verlängert, die Linie 21 bekommt einen 10-Minuten-Takt nach Teufelsbrück und auf der 281 wird ein Wochenendnachtverkehr im 60-Minuten-Takt eingerichtet.