Wandlung zum elektromobilen ÖPNV Dienstleister wird sichtbar

In einer bewegenden Zeremonie wurde auf dem Busbetriebshof der VHH in Hamburg-Bergedorf das Richtfest des ersten Werkstattneubaus in Deutschland, der ausschließlich für die Wartung von E-Bussen bestimmt ist, gefeiert. Damit nimmt ein wichtiger Teil der neuen VHH-Infrastruktur, die zum Betrieb einer umweltfreundlichen E-Bus-Flotte Voraussetzung ist, Gestalt an.

Mindestens ebenso wichtig wie moderne, emissionsfreie und leise E-Busse ist die zu ihrem Betrieb notwendige Infrastruktur. Die Umstellung einer kompletten Busflotte auf umweltfreundliche Elektromobilität greift vielfältig in ein Busunternehmen ein. Neben den geeigneten Bussen steht dabei die notwendige Infrastruktur im zentralen Fokus. Dazu gehören unter anderem neue Werkstätten, aber auch geänderte Anforderungen an geschultes Fahrpersonal, ein intelligentes Betriebsleitsystem, eine tiefgreifende Digitalisierung und nicht zuletzt ein smartes Lademanagement.

Auf dem Busbetriebshof der VHH in Hamburg-Bergedorf nimmt diese Infrastruktur nun zunehmend Gestalt an. Zusammen mit dem Bezirksamtsleiter von Hamburg-Bergedorf, Arne Dornquast, weiteren Gästen und VHH-MitarbeiterInnen beging VHH-Geschäftsführer Jan Görnemann sichtlich stolz das Richtfest für eine ganz auf die Belange von E-Bussen ausgelegte Werkstatt. Gut 10 Millionen Euro investiert die VHH am Standort Bergedorf dafür. Zur Ausstattung  gehört eine elektrische Prüfausrüstung ebenso, wie Dacharbeitsplätze und Kranbahnen, da viele der elektrischen Komponenten bei E-Bussen auf dem Fahrzeugdach verbaut sind. Der rund 2.700 qm große und gut 10 m hohe Hallenneubau wird fünf Busspuren aufweisen. Diese können doppelt belegt werden, also entweder mit zwei 12 Meter langen Standardbussen oder mit einem 18 m langen Gelenkbus. Gearbeitet wird dort an ergonomischen Arbeitsplätzen. Die Beleuchtung ist energiesparend in LED-Technik ausgelegt.

Parallel laufen auf dem Busbetriebshof auch die Arbeiten zur Installation der Ladeinfrastruktur. Über eine redundant ausgelegte Ringleitung, eine Trafostation und mehrere Wallboxen können E-Busse, im ersten Step fünf Solo- und fünf Gelenkwagen, dort ab Anfang 2018 mit Strom aus regenerativem Ursprung versorgt werden - schlussendlich werden es 137 Busse sein.

 „Wir haben uns dabei ganz bewusst für eine Ladung per Combo2-Stecker entschieden. Zum einen installieren wir damit eine sehr betriebssichere und einfach zu handhabende Lademöglichkeit. Zum anderen, und das ist noch wichtiger, nutzen wir damit eine normierte, herstellerunabhängige Ladeinfrastruktur. So begeben wir uns so nicht in Abhängigkeiten und können flexibel agieren“, erklärt Jan Görnemann, Geschäftsführer der VHH, seine Strategie.